Schulfest: 100 Jahre Republik

Anlässlich des Schulfestes wurde eine Zeitreise von 1918 bis 2018 geboten.
Mädchen und Burschen der 4. Klassen berichteten über markante Ereignisse der Ersten und Zweiten Republik.
Mit dem Gedicht "Wenn ma heit so zruckdenkt" erinnerten die SchülerInnen an das Alltagsleben der früheren Zeit.
Einblick in das schwierige Leben der Zwischenkriegszeit wurde durch das selbst verfasste Theaterstück "Die Amerikaner" geboten. Besonders gefallen hat dem Publikum die Vermischung der Hianzn-Mundart mit der Sprache der Auswanderer.
Im Verlauf der Zeitreise wurden auch Kriegs- und Nachkriegszeit thematisiert. Schließlich präsentierten die SchülerInnen Österreich als international anerkannten Staat.
Besondere Begeisterung löste die Würdigung eines österreichischen Superstars aus. Man bot nämlich "Falco - live on stage".
In der Gegenwart angekommen, wiesen die ModeratorInnen darauf hin, dass Österreich eines der sichersten und reichsten Länder der Welt ist.
Das Schluss-Plädoyer lautete:
Friede, Freiheit und Demokratie sind nicht etwas Selbstverständliches, wir müssen alle ständig daran arbeiten!

Projektteam: OLNMS Renate Fandl, OLNMS Andrea Potetz, OLNMS Sonja Gaal,

OLNMS Susanne Werbanschitz, vLNMS Timea Forjan, OLNMS Karin Schabhüttl


"Wer sein Gestern kennt, versteht sein Heute und kann sein Morgen gestalten"

 

30/1/2018

 

 

 

 

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1. "Opa/Oma, erzähl mir, wie es früher war!"

Kinder werden mit Hilfe eines Fragebogens gezielt Fragen an ältere Personen in ihrem Bekanntenkreis stellen, um Berichte bzw. Erzählungen über Alltagsleben, Schulzeit, besondere politische Ereignisse im direkten Umfeld, aber auch in der Geschichte des Burgenlandes und Österreichs zu sammeln. Wenn möglich sollen diese Beiträge mit Fotos dokumentiert werden.

2. "Demokratie ist nicht selbstverständlich!"

Demokratie muss gelernt werden und Demokratie muss gepflegt werden. Demokratie ist verletzlich.
Im Rahmen dieses Projektes werden die SchülerInnen mit dem Buch "Die Welle" von Morton Rhue arbeiten und anhand diese Buches sollen autoritäre Strukturen, deren Beginn und auch die Auswirkungen auf das Leben der Protagonisten erarbeitet werden.
In weiterer Folge werden autoritäre und demokratische Staatsformen verglichen.
Zuletzt steht die Frage: "Was hat das alles mit mir zu tun?"
In welcher Staatsform möchte ich leben?
Kann ich auch etwas zum Gelingen unserer Demokratie etwas beitragen?
Wie kann ich meinen "demokratischen Fußabdruck" vergrößern?

Projektleitung: OLNMS Renate Fandl
Weitere beteiligte Lehrer/innen: Alle Lehrerinnen der NMS Rudersdorf

 


Holocaust-Opfer zu Gast an der NMS Rudersdorf

 

27/11/2017

 

 

 

 

   
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Einen Geschichte-Unterricht der besonderen Art erhielten die SchülerInnen der 4. Klassen der NMS Rudersdorf. Sandor Vandor, 92 Jahre alt und wohnhaft in Kalifornien/USA, war als Zeitzeuge zu Gast. Als ungarischer Jude musste er gegen Ende des 2. Weltkrieges beim Bau von Panzergräben entlang der steirisch-jugoslawischen Grenze Zwangsarbeit leisten.

„Mein Leben sollte – so wie das von Millionen Juden – durch schwerste Arbeit, unzureichende Ernährung und schlechteste hygienische Bedingungen ausgelöscht werden. Mutige Bewohnerinnen aus St. Anna/Aigen (Stmk.) gaben heimlich uns Hunger leidenden  Juden zu essen, was aber während  der NS-Diktatur strengstens verboten war.“
Sandor Vandor überlebte schwerkrank und geschwächt die Zeit im Lager und wanderte 1956 in die USA aus. Nachdem er jahrzehntelang über die Gräueltaten des Holocaust gesprochen hatte, kam er nach 60 Jahren zurück, um sich bei der Bevölkerung von St. Anna für das mutige und selbstlose Handeln ihrer Bewohner im Jahre 1945 zu bedanken.

Seit 2005 besucht Herr Vandor immer wieder die steirische Gemeinde und kommt als Zeitzeuge in Schulen, um seine Geschichte und die der gutherzigen Helfer zu erzählen. Mit großem Interesse und zugleich betroffen verfolgten die Mädchen und Burschen den auf Englisch gehaltenen Vortrag. Schließlich hatte  Herr Vandor noch eine wichtige Botschaft für sie: Beschäftigt euch nicht zu sehr mit negativen Erlebnissen, sondern seht das Positive im Leben!

Unterstützt wurde sein Bericht durch Video-Einspielungen von Walter Reiss. Den Kontakt zu diesem besonderen Gast hergestellt hat Thomas König, der sich persönlich seit langem mit der Geschichte des Holocaust beschäftigt. Auf die Frage von GS-Lehrerin Renate Fandl, ob sie ihn im nächsten Jahr wieder einladen dürfe, antwortete der rüstige Herr Vandor mit „I’ll come most likely.“


Und weil durch Äpfel und Brot sein Leben gerettet wurde, bekam jeder seiner ZuhörerInnen von Sandor Vandor einen Apfel, versehen mit der Aufschrift:


„It only takes one apple to create a whole family.“

Quelle: https://www.nms-rudersdorf.at/galerie/2017-18/